Die sogenannte Calcium Shell (“Kalzium-Schale oder “Kalk-Schale”) ist eines der bekanntesten Muster in der Haarmineralanalyse (HMA).
Sie entsteht nicht zufällig, sondern ist ein komplexer körperlicher und psychischer Schutzmechanismus, der sich oft über Jahre hinweg oder nach körperlichen oder psychischen traumatischen Ereignissen im Leben entwickelt. Besonders Frauen im Erwachsenenalter sind davon betroffen.
In diesem Artikel erfährst du:
Der Begriff stammt ursprünglich von Dr. Paul Eck, dem Begründer des Mineral Balancings mithilfe einer Haarmineralanalyse.
Eine Calcium Shell liegt vor, wenn:
Die Calcium Shell ist unabhängig von anderen Mineralien, sie wird allein durch den Kalziumwert definiert.
Ein großer Teil des Kalziums ist biologisch nicht verfügbar.
Es liegt also NICHT dort vor, wo es gebraucht wird (z. B. im Blut oder in den Knochen), sondern:
Das heißt (oft): Viel Kalzium im Haar = nicht benutzbares Kalzium im Blut und anderen wichtigen Bereichen im Körper
In der ersten HMA deutet eine Calcium Shell häufig auf folgendes hin:
Im Re-Test deutet ein deutlicher Anstieg des Calciums auf ein Schutzbedürfnis (“sich verstecken”) hin. Dies kann z.B. durch ein traumatisches Ereignis oder einen extrem hohen Stressor im Alltag erfolgen.
Hinweis: Bei starker Müdigkeit oder körperlicher “Schwäche” kann die Kalzium-Einlagerung auch vom Körper als Schutzmechanismus hinzugezogen werden. Ähnlich, wie z.B. in der Industrie zum Schutz vor Rost oder Korrosion Materialien mit anderen “härteren” Stoffen überzogen werden, kann der Körper diesen Mechanismus durch z.B. eingelagertes Kalzium auch vollziehen.
Erklärung: Kalzium kann das zentrale Nervensystem “dämpfen”, was bei der Calcium Shell häufig als körpereigener Schutzmechanismus genutzt wird, der auch z.B. in der Kindheit bereits entstanden sein kann und auch in der Gegenwart noch sichtbare Folgen mit sich bringen kann.
Wenn die Calcium-Shell sich löst kann Folgendes passieren:
Ein gezieltes Mineral Balancing Programm kann also gegebenenfalls unterstützen, Traumata an die Oberfläche zu bringen/aufzuzeigen und einen Aufarbeitungsprozess unterstützen.
Eine Calcium Shell ist immer eine Art seelischer Schutzwall.
Der Körper „betäubt“ sich, um Stress, Trauma oder emotionale Überforderung auszuhalten.
Typische Begriffe, die dieses Muster beschreiben:
Die Nebennieren steuern die Mineral-Balance maßgeblich über Aldosteron.
Bei Stress sinken Natrium (Na) und Kalium (K) ab (oft über viele Jahre).
Doch:
Ohne Na & K bleiben Calcium und Magnesium nicht in Lösung (nicht ionisiert im Blut) → sie landen im Gewebe.
Ergebnis:
→ Verkalkungen
→ nicht bioverfügbares Calcium
→ Gewebeverhärtung
→ eine Art “Schutzwall” bildet sich
Ziel: Die Nebennierenfunktion muss wieder hergestellt/regeneriert werden, um die Natrium & Kalium Spiegel zu verbessern. So kann überschüssiges Kalzium im Gewebe verhindert werden und die Calcium Shell zurückgehen. Werden Stressoren nicht reduziert/bewältig, kann die Calcium-Shell als Puffer gegen diese Stressoren vom Körper erneut gebildet werden. Hier lohnt es hinzusehen, welcher Stressoren die Calcium-Shell ausgelöst haben könnten (Beziehung, Job, …)
Kleiner Hinweis am Rande:
Das einfache Zuführen von Natrium oder Kalium über Ernährung oder Supplemente hebt Natrium & Kalium in der HMA NICHT an.
Nur die Regeneration der Nebennieren tut das und das kann Jahre dauern.
Während eines Mineral-Balancing-Protokolls kann der Körper alte, tief gespeicherte Ablagerungen mobilisieren.
Das kann im Re-Test sogar als noch höherer Kalziumwert erscheinen.
Nicht erschrecken, das kann ein gutes Zeichen sein:
→ Der Körper beginnt, alte Schichten abzubauen.
→ Heilung passiert.
weitere Anmerkung:
Eine Calcium-Shell kann oft auch mit versteckten toxischen Kupfer einhergehen, welches nicht immer sofort ersichtbar ist, jedoch manche Symptome verstärken kann.
Ca/Mg normal trotz hoher Kalzium & Magnesium Werte
→ Der Körper versucht, mental-emotionale Stabilität aufrechtzuerhalten.
Ca/Mg > 10
→ mentale Abwehr
→ emotionaler Schutzmechanismus
Ca/Mg < 3
→ extremer Burnout
→ tiefer Rückzug
→ schwere Nebennierenschwäche
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Kalziumzufuhr VS. Kalziumkonzentration im Haar
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24846904/
Kalzium und Nervensystem
David L. Watts, D.C., Ph. D., F.A.C.E.P., The Nutritional Relationships of the Thyroid, Journal of Orthomolecular Medicine, Vol. 4, 1989, No. 3, s. 165-169.